Alle Artikel in: Leben

Tränen, Weinen, feinfühlen, hochsensibel

Hochsensible Tränen

Während ich diesen Artikel schreibe, singt Frank Sinatra „Guess i´ll hang my tears out to dry“. Ich finde das so zauberhaft. Mit den Suchwörtern Weinen und Tränen könnte man eine jahrelange Playlist erstellen. Und natürlich geht es in den meisten dieser Songs um traurige Tränen. Tränen mit traurigem Anlass. Denn, wenn auch nicht die Tränen, einen Grund dazu haben doch die meisten Menschen schon einmal erlebt. Liebeskummer, Einsamkeit, Verlusterfahrungen. Diese Tränen sind, zumindest in einem gewissen Rahmen – denn ein bisschen zusammenreißen kann man sich ja bitte dann schon noch – gesellschaftlich akzeptabel. Freudentränen, Tränen der Rührung oder des Mitgefühls sind schon ein wenig befremdlicher, und wer weint, weil er sich hilflos fühlt, wütend, überfordert oder erschöpft, hat endgültig die Kontrolle verloren. Ist nicht belastbar. Nicht zurechnungsfähig. Einfach schwach. Und psychisch wahrscheinlich auch nicht so ganz richtig. Und wenn die Tränen ohne nach Außen erkennbaren, plausiblen Anlass rollen, gibts wieder Überforderung. Aber diesmal auf der anderen Seite. Das Weinen in der Öffentlichkeit ist einfach unangemessen, so zumindest der allgemeine Konsens. Viele Menschen finden es würdelos, unpassend. Absurd, wenn …

fomo

FOMO oder JOMO

Jetzt ist sie völlig verrückt geworden?! Nein. Diese Akronyme, insbesondere FOMO, sind tatsächlich seit einigen Jahren in vieler Munde. Die längst überfällige Antwort darauf ist JOMO – für das ich hier ein bißchen Werbung machen möchte. FOMO Fear of missing out. Das Gefühl, oder etwas dramatischer, die Angst, etwas zu verpassen. Es ist nicht nur ein Jugendphänomen und existiert nicht erst dank Social Media. 
Auch Marianne hat sich 1983 schon, mit der Alles-ist-so-toll-und aufregend-hier-Postkarte aus Tahiti von der Nachbarin, in eine stille Ecke verzogen, um laut zu seufzen oder sogar eine Träne zu vergießen. Verpasse ich etwas? Hier, in meinem kleinen Leben, in dem großen Haus, mit Herbert?


Marianne hat FOMO. Fear of missing out… Ich hatte spätestens 1995 das erste Mal FOMO, als meine Mutter es für keine Spitzenidee hielt, mich auf der angesagtesten, krassesten Party eines Schulkameraden mittanzen zu lassen. Wobei 14,15,16 Jährige nach einer Flasche Saurer Apfel sowieso eher nicht mehr so viel tanzen.   Heute sind es nicht mehr die Postkarten und nicht nur die Erzählungen der anderen am nächsten Tag, die dieses …

Erkältung

Erkältung? Dann liegts an deiner Einstellung

Der Frühling scharrt schon mit den Hufen und doch ist auch immer noch Erkältungszeit. Ich geb ja eher selten öffentlich Gesundheitstipps (sowas wie: bei Erkältung mit Zwiebeln in den Socken schlafen), aber für Herz und Kopf hab ich eigentlich immer einen guten parat. Und damit ist doch auch dem Körper geholfen, oder nicht?!   Beim Instagram-Story schmökern gestern Abend, habe ich einer stark erkälteten und sichtbar erschöpften, aber durchaus hübschen Frau ins Gesicht geschaut und mit großen Augen und noch größeren What the Fuck- Gedanken ihrer Message gelauscht.  Denn es gab kein Hustentee-und-Buch Bild aus dem Bett, mit weißer Bettwäsche und Blumen im Hintergrund auf dem perfekten Nachtschrank, wie sonst typischerweise bei einer Instagram-Erkältung. Das erfreut ja aber zumindest noch mein ästhetisches, grauliebendes Auge. Also nicht aufhören… Nein. Mir wurde, offensichtlich mit hämmernden Kopfschmerzen, erzählt, wie froh und dankbar sie sei, dass ihr durch die Erkältung vom Universum aufgezeigt wurde, an welchen Stellen sie noch an sich und ihren Einstellungen, Gedanken-und Verhaltensmustern arbeiten muss. Die Themen – die zu der Erkältung geführt haben, ja nee, is klar – sind aber bald …

hochsensibel

Hochsensibel fühlen

Heute morgen wurde ich sehr unsanft aus dem Schlaf gerissen. Um 6 Uhr saß ich senkrecht und wie versteinert im Bett, als meine Nachbarin in ihrer Wohnung über mir heftigst die Tür knallte und schrie: „Verdammt noch mal, ich hab langsam echt die Schnauze voll davon.“ Viele Menschen wären wahrscheinlich von dem Knall aufgewacht, ganz normal soweit. Die Hochsensibilität bringt aber noch ein bißchen mehr Feuerwerk in die Situation. Denn es ist nicht nur ein Knall und ein lauter Schrei, also reine Geräuschbelästigung. Es sind Emotionen. Wenn die Hochsensibilität besonders beim Fühlen und Erfassen von Stimmungen und Schwingungen ausgeprägt ist, erleben wir häufig, wie wir uns von diesen anstecken lassen. Ich spüre die Wut meiner Nachbarin, ich spüre durch die Wände die Spannung in der Wohnung über mir, ich spüre den Schreck des Angeschrienen. Ich spüre es, als wär das alles hier und mit mir geschehen. Dann gesellen sich zu den Emotionen natürlich Gedanken. Denn mein Kopf möchte gerne verstehen, warum hier emotional die Hölle los ist. Was ist wohl vorgefallen? Hoffentlich vertragen sie sich wieder, oh …

vorsätze,

Gute Vorsätze!? Ja, seh ich genauso…

Seit genau 12 Tagen sehe ich meinen Nachbarn morgens von hinten. Im Trainingsanzug. Mit Turnschuhen. An mir vorbei joggend. Das ist neu. Über seiner Mütze, denn schließlich ist es Januar – ganz schön tapfer, joggt die Gedankenblase mit: Och nee… Müde, kalt, nass, keine Lust. Doch los, komm jetzt, reiß dich zusammen. Das ist mein Vorsatz für das neue Jahr und das zieh ich jetzt durch. Konsequent. Aber warum bloß? Frag nicht, lauf. Jeden morgen… Ja, die guten Vorsätze… Eigentlich wollte ich nicht über dieses Thema schreiben. Aber mein Nachbar hat mich nun inspiriert und ich finde, er soll für seine Qualen mit feinFÜHLEN-Fame belohnt werden. Und wäre es nicht so überstrapaziert und medial ausgeschlachtet, ist es ein wunderbares, unglaublich spannendes und wichtiges Thema. Nicht nur an Neujahr. Denn es geht doch im Grunde darum, wie wir generell mit Veränderungen, Wünschen, Zielen umgehen.  Warum wird so selten gute Routine aus guten Vorsätzen? Weil man sich unrealistische Ziele vornimmt. Wie soll man es auf einmal schaffen, 5x in der Woche ins Fitness Studio zu gehen, wenn …

adventskalender, selbstfürsorge

Selbstfürsorge – tu dir Gutes!

Ich glaub ich weiß, was du jetzt denkst!? Aber: Sich um sich selbst zu kümmern ist definitiv nie egoistisch. Ganz im Gegenteil. Da man es allerdings selten als liebevollen, fürsorglichen Impuls, sondern meist als Anschnauzer Kümmer dich doch um dich selbst entgegengeschmettert bekommt, nutze ich auch gerne diesen Satz: Sorge (zuerst) gut für dich! 
 Was brauchst du? Was braucht dein Körper? Dein Geist? Dein Herz?  Das Wichtigste und der erste fantastische Schritt ist, dass du erkennst, spürst und hörst, was dein Körper-Geist-Seele Team dir mitteilen möchte.  Hallo? Ist da jemand? Wir brauchen ein bisschen Pflege und eine große, innige, warme Umarmung! Am besten sofort und für die nächsten 3 Tage. Geht das? Bitte?  You can´t pour from an empty cup! Das leuchtet ein oder? Eine Weihnachtszeit mit Selbstfürsorge ist nun wahrlich eine Herausforderung. Selbst für geübte und überzeugte… Die Gedanken kreisen sich um andere, um Erwartungen, um To Do´s, um Geschenke, um Verpflichtungen, um Gänse… Die einzigen Überlegungen, die sich auf das eigene Befinden in dieser Zeit beziehen sind leider oft: Wie viel habe ich schon zugenommen? und Dieser …

wut

Wut hat ein Imageproblem

Heut ist einer dieser Tage. Ich bin wütend. Oder besser: da ist diese Wut, die gerne die Macht über meine Gedanken, meine Gefühle, meinen Körper, mein Leben übernehmen will. Denn wir sind nie nur das, was wir aktuell empfinden. Wütend? Du? Ja. Wütend. Ich. Wut hat ein verdammt schlechtes Image. Und in unserer Happy Happy Einhorn Coaching Welt, sollte man doch keine Wut empfinden oder es zumindest nicht öffentlich bekannt geben, besonders wenn man in diesem Bereich arbeitet, sich so intensiv mit diesen Themen beschäftigt und anderen dabei helfen will, ein geiles, positives Leben zu führen. Aber für mich ist es genau dann ein eben solches, wenn alles sein darf. Alles! Denn dann ist es nicht nur geil und positiv, sondern vor allem echt. Also klar bin ich auch traurig, verzweifelt, eingeschüchtert, mutlos und ja, auch wütend. Natürlich! Ich bin ein Mensch! Aber sogenannte negative Emotionen werden eben häufig mit einem aufgesetzten Happy Face weggedrückt. Bitte lächeln! Ja, stimmt. Bitte lächeln. Aber erst, wenn du deinen Emotionen den Raum gegeben hast, sich zu zeigen. Und so knipse ich also heute …

KOntrollverlust

Ich brauch einen Kontrollverlust

Heute keine Tipps. Nur ein bisschen Leben. Ich will mal wieder die Kontrolle verlieren. Einfach nur im Moment sein, ganz und gar. Ohne an morgen zu denken. Nicht mal an heute Abend. Ohne der Vergangenheit Macht über mein Heute zu geben. Nur leben, jetzt, genau jetzt. Annehmen, was das Leben mir gerade schenkt und mit einem Fuck jeah! den Augenblick feiern. Kontrollverlust ist ein großes Thema. Bei mir. Bei vielen Menschen. Nicht bewusst. Aber das ist es ja selten. Aber wenn sich die scheiß Angst einmal ins Leben geschlichen hat, dann ist sie der Star im Spotlight und der Rest der Mannschaft richtet sich danach. War vorher Kontrollverlust ein großer Spaß, ist es jetzt das Schlimmste, was passieren kann. Weil, im Grunde ist es das ja auch. Sagt zumindest die Angst. Denn sie ist keine scheiß Angst, sondern eine wunderbare, grandiose Macht, die FÜR und niemals gegen mich arbeitet. Auch wenn es sich so anfühlt.    Ich denke viel. Immer. Kind, grübel nicht so viel. Nein Oma, nur ein klitzekleines bisschen noch. Vielleicht war auch …

coaching kostenlos

feinFÜHL Sessions

Hi! So schön, dass du da bist! Ich rück direkt raus mit der Sprache, ja?! Bevor wir noch platzen vor Spannung….     Setz dich zu mir, atme tief durch und dann erzähl mir, was dir auf dem Herzen liegt!   Denn vielleicht ist es Zeit, dich jetzt mal um dich zu kümmern. Lust?   Wo findet das statt? Da, wo du dich wohl fühlst, du Ruhe und Internet hast. Denn ich öffne mein Email Postfach session@feinfuehlen.de als digitalen feinFÜHLkasten. Diese Variante habe ich ganz bewusst gewählt, um wirklich jedem von euch die Chance zu geben, sich persönlich an mich zu wenden. Ohne große räumliche oder persönliche Hürden überwinden zu müssen. Du schreibst mir ganz in Ruhe, was dich beschäftigt – ich lese, denke, fühle. Ich stelle dir Fragen, unterstütze, berate und begleite dich, zeige dir Tipps und Übungen aus meinem prall gefüllten wie-krieg-ich-das-hin-Werkzeugkoffer. Ich antworte mit all meinen Erfahrungen, mit all meinem erlernten und erarbeiteten Wissen aber vor allem mit viel Herz, möglicherweise ein wenig Humor und ganz sicher mit den allerbesten Absichten. Denn mein Wunsch ist, dass …

ärgere dich nicht

Mensch ärgere dich richtig!

Jetzt ärger dich doch nicht so darüber!  ICH ÄRGERE MICH JA GAR NICHT! Kennste…? Es gibt so einige Situationen, in denen ein Ratschlag auch ein Schlag ist und alles andere als hilfreich. Deshalb versuche ich es mal anders. Ich möchte dir gern sagen: ärgere dich! Das ist wichtig. Und triff dann eine Entscheidung!  Ärger, Wut, Empörung… Emotionen mit richtig viel Energie. Und weil es sich für viele von uns sicher recht cool anfühlt, so viel Energie in uns zu spüren, MÜSSEN wir uns einfach manchmal richtig aufregen. Ahhhhh, mal so richtig nen Rappel kriegen und alles rauslassen. Und das darf auch unbedingt sein (solange niemand Schaden nimmt – bitte!). Ein bisschen anders ist die Sache allerdings, wenn wir den Ärger dann nicht loslassen. Oder er gar keinen Ausdruck findet, aber dennoch still aber stetig brodelt. Es heisst: Ich ärgere mich. Ich ärgere MICH. Und warum bloß sollten wir das tun? Ich ärgere mich heisst doch also auch: Ich schade mir! Also den Ärger runterschlucken? Oh nein. Das ist generell nicht der NACHHALTIG richtige Weg, wenn es …