Alle Artikel in: Lernen

Rücksichtslosigkeit

Rücksichtslosigkeit – du bist kein Opfer

Ich habe ein wenig Sorge, dass ich bei diesem Einstieg in den Artikel den Eindruck einer spießigen, frustrierten, Rasenkanten-mit-Nagelschere-schneidenen, zum-Lachen-in-den-Keller-gehenden Furie erwecke. Aber das Risiko gehe ich ein und ehrlich gesagt amüsiert mich dieses Bild. Vor allem aber, weil ich das alles überhaupt nicht bin.  Der Feind an meinem Fenster Es ist Sommer, meine Fenster neben meinem Schreibtisch sind immer offen. So auch die meiner Nachbarn und der Fahrradwerkstatt zwei Meter unter meinem Fenster. Ihr ahnt es… Vier junge, fetzige Menschen hören junge, fetzige Musik bei der Arbeit, in einer Lautstärke für junge, fetzige Ohren. Von morgens bis zum FeierABEND. Montag bis Samstag. Versteh ich das? Klar. Nervt es trotzdem: JA! Sehr sogar.    Rücksichtnahme ist cool Ich bin extrem darauf bedacht, niemandem durch mein Verhalten auf die Nerven zu gehen oder anderen zu schaden. Mein Gerechtigkeitsempfinden ist enorm und respektvolles Verhalten für mich eine Grundregel. Meine letzte Erkältung habe ich durchgehend UNTER der Bettdecke verbracht, um mein Husten und Niesen auf Zimmerlautstärke abzudämpfen. Ich weiß, ich weiß… Diese extreme Rücksichtnahme erwarte ich von niemandem, aber …

Selbstzweifel

Selbstzweifel? Mehr Kreativität, weniger Katastrophen

Ich weiß nicht, ob ich das schaffe. Wann hast du diesen Satz das letzte Mal gesagt oder gedacht? 
Mein Körper und meine Gedanken sind so ein gutes Team, dass ich allein, wenn ich dieses Satz „ich weiß nicht, ob ich das schaffe“ schreibe, weiche Knie bekomme, meine Schultern kraftlos nach vorne fallen und eine Welle der Unruhe durch meinen Körper schwappt. Keine positive Körperspannung trotz großer innerer Anspannung.  Dieser eine Satz, als Ausdruck von Selbstzweifeln, ist oft der Startschuss für die großen Katastrophenszenarien, bis nach wenigen Sekunden aus einer Frage eine ganz sichere Tatsache entwickelt hat. Nur im eigenen Kopf wohlgemerkt. Ich weiß nicht, ob ich das schaffe → Ich werde es nicht schaffen!  Vielleicht gelingt es dir aber auch schon, diesen Gedanken sofort zu erkennen – denn oft rattert er auch einfach völlig unbemerkt durch den Kopf – und ihm ein „Natürlich schaffe ich das!“ entgegenzusetzen. Am besten noch mit einer kraftvollen körperlichen Geste. 


 Es gibt aber Situationen oder Phasen im Leben, in denen sich Mr. Selbstzweifel nicht so ohne Weiteres vom Acker macht und der Zuversicht …

Selbstwertgefühl, hochsensibel

Selbstwertgefühl! Meine Nerven gehören mir

Kennst du diesen Gedanken: Ich mag mich wirklich gern, ich achte auf mich, ich habe ein gesundes Selbstwertgefühl, ich bin in Balance – wenn nur die anderen Menschen nicht wären, die mir ständig Energie rauben und meine Nerven strapazieren! ?   Am Wochenende gab es wieder eine Atme-und-besinne-dich-auf-dein-Selbstwertgefühl-Situation, wie sie mir öfter mal begegnet oder erzählt wird. Hochsensibel oder nicht, wir kennen sie alle. Diese Menschen, die einfach nur schlechte Energie verbreiten und ein dummer, provozierender Spruch den nächsten jagt. Mein Therapeuten-und-Coach-Herz denkt natürlich: Was kann ich für dich tun? Warum steckt da soviel Wut und Frustration in dir? Mein Ich-bin-aber-auch-nur-ein-Mensch-Herz denkt: Sag was nettes oder sinnvolles oder halt die Fresse. Fresse sagt man nicht! Sag ich auch nicht öffentlich, aber in meinem Kopf gibts keine Zensur und dies war nunmal mein Gedanke. Und die Verwendung dieses Kraftausdrucks, der eigentlich gar nicht zu mir gehört, beschreibt genau, worum es geht. Meine Nerven werden durch das Verhalten anderer beansprucht. Das ist normal? Ja, stimmt. Aber ist nicht das auch genau das Problem? Wir sollten sowieso alle einfach respektvoller …

ich-botschaften, Kommunikation, hochsensibel

Versuch´s doch mal mit einer Ich-Botschaft

Fehlende oder misslungene zwischenmenschliche Kommunikation, ist ein wichtiger Grund, warum jegliche Formen von Beziehungen scheitern oder schwierig sind. Und auch, wenn wahrscheinlich die meisten von uns irgendwann in der Schulzeit mal von Paul Watzlawick und Friedemann Schulz von Thun, verschiedenen Ohren und Ebenen gehört haben, sind die Grundlagen für eine gelungene Kommunikation genauso auf mysteriöse Weise verschwunden, wie die Liste der chemischen Elemente.  Und das ist sehr schade, aber auch verständlich, denn ich war auch sehr enttäuscht, dass mein Lehrer so ein spannendes Thema, was mich endlich mal interessiert und vom hochsensibel-im-Klassenraum sein ablenkt, so furztrocken für uns aufbereitet hat. Denn auch wenn diese Thematik sehr umfangreich und vielschichtig ist, kann man schon mit einigen kleinen Veränderungen Großes bewirken. Harmonischere Beziehungen zum Beispiel. Und Herr Schneider hätte wirklich punkten können, wenn er Daniel erklärt hätte, wie es mit Claudi klappt oder wie Tim und Holger ihre ewigen – den Unterricht störenden – Streitereien in den Griff kriegen können. Aber gut…    Eine kleine, aber FEINE Kommunikationsregel möchte ich dir heute mitgeben. Mehr Ich-Botschaften, weniger Du-Botschaften. Denn es erstaunt mich …

wertschätzung, spiel, feinfühlen

Wertschätzung kann man üben. Komm wir spielen…

Heute bot sich mir die großartige Chance, eine kleine Übung anzuwenden, die ich gut kenne, bisweilen hervorragend beherrsche, die mir aber doch in letzter Zeit etwas aus dem Blickwinkel gerutscht ist. Obwohl viele der Übungen, die ich selbst anwende und euch hier vorstelle, schon so gespeichert sind, dass sie ganz natürlich zu mir, meinem Verhalten und meinen Gedanken gehören, freue ich mich immer, wenn ich mal wieder auf die Probe gestellt werde.   Finde an jedem Menschen mindestens eine positive Sache.   Gestern im Fitnessstudio: Generell sind diese Tage eine gute Übung. Für so vieles. Zum Beispiel konsequent weiter zu lächeln, auch wenn die wenigen Damen, die sich Mittags in dem Lady´s Club tummeln, mein freundliches Lächeln mit ungläubigen Blicken strafen. Als hätte ich nicht mehr alle Tassen im Schrank. Was tut sie da? Was ist das da im Gesicht? Wieso gehen die Mundwinkel da bei ihr nach oben? Ist das gefährlich? Eine Krankheit womöglich? Da ich besonders auf Stimmungen sehr sensibel reagiere, was heisst, dass ich sie unglaublich stark wahrnehme, ist das wirklich eine …

reframing

Reframing – du gestaltest deine Realität!

„Nun sieh doch nicht alles immer so negativ!“ Hochexplosives Gefahrengut. Denn dass jemand auf diese Ansage ein welpensanftes „Oh, du hast ja so recht. Das Leben ist wunderschön“ raus flötet, ist wohl eher selten. Natürlich, weil man es wahrscheinlich schon eine Millionen Mal gehört hat, es eigentlich ja auch selber weiß und sich ertappt fühlt, aber doch sicher auch, weil DIE SITUATION DOCH NUNMAL EINFACH NEGATIV IST!. „Manchmal ist es wirklich furchtbar mit Anna. Das Glas ist bei ihr immer halb leer.“ (Ich musste zu diesem Thema die Glasnummer irgendwo unterbringen. Weil das aber so dermaßen abgeschmackt, aber leider nunmal ein fantastisches Beispiel ist, lasse ich es Frieda sagen, die ihrem Mann von ihrer Freundin erzählt.) 

Nun könnte man sagen: Anna ist halt Pessimistin und Frieda eben nicht. Allerdings möchte ich ungern mit diesen Begriffen durch die Gegend schleudern, vor allem, weil ich der Überzeugung bin, dass man vor allem erstmal NUR ein Mensch IST. Ja, Anna kann vielleicht ihrem Leben gerade nicht viel Positives, Schönes, Erhellendes abgewinnen. Aber das Tolle ist ja: wir sind …

feinfühlen

Mensch, ärgere dich richtig oder auch einfach gar nicht!

Heute knüpfe ich noch einmal an den Artikel Mensch, ärgere dich richtig! an und möchte dir dazu eine kleine Geschichte von gestern erzählen. Die Ausgangssituation in wenigen Worten: Sonntagmorgen. Wahnsinnsappetit auf Cappuccino und Franzbrötchen. Kein Bargeld. Kein Problem, sollte man meinen. Also stapfe ich los, mit leiser Vorahnung, dass ich möglicherweise noch ein halbes Blech Kuchen, 3 Pakete Schwarzbrot und eine Sonntagszeitung kaufen werde, weil die EC Karte erst ab 10 Euro zum Einsatz kommen kann. Achso, die Geschichte spielt übrigens nicht in Berlin. „Guten Morgen“, „Guten Morgen“ und da lachen sie mich auch schon an, meine kleinen Franzbrötchen. Sicherheitshalber frage ich nach, ob ich mit meiner Karte auch schon einen kleinen Betrag zahlen kann. Stutziger Blick, „Hier können sie überhaupt nichts mit EC Karte zahlen“. Neeeeeeiiiheeeeiin. Meine Schwester und viele andere schlaue Leute sagen ja schon lange, dass es bald kein Bargeld mehr geben wird. Hmpf. Dann gibts wohl in Zukunft auch keine Brötchen mehr. Ach Franzl… Ok. Kurzer Check: Was sind meine Möglichkeiten? Kein Frühstück. Geld holen 1 – mind. 20 Minuten. Geld holen 2 – 3,50 Gebühr. …

coaching kostenlos

feinFÜHL Sessions

Hi! So schön, dass du da bist! Ich rück direkt raus mit der Sprache, ja?! Bevor wir noch platzen vor Spannung….     Setz dich zu mir, atme tief durch und dann erzähl mir, was dir auf dem Herzen liegt!   Denn vielleicht ist es Zeit, dich jetzt mal um dich zu kümmern. Lust?   Wo findet das statt? Da, wo du dich wohl fühlst, du Ruhe und Internet hast. Denn ich öffne mein Email Postfach session@feinfuehlen.de als digitalen feinFÜHLkasten. Diese Variante habe ich ganz bewusst gewählt, um wirklich jedem von euch die Chance zu geben, sich persönlich an mich zu wenden. Ohne große räumliche oder persönliche Hürden überwinden zu müssen. Du schreibst mir ganz in Ruhe, was dich beschäftigt – ich lese, denke, fühle. Ich stelle dir Fragen, unterstütze, berate und begleite dich, zeige dir Tipps und Übungen aus meinem prall gefüllten wie-krieg-ich-das-hin-Werkzeugkoffer. Ich antworte mit all meinen Erfahrungen, mit all meinem erlernten und erarbeiteten Wissen aber vor allem mit viel Herz, möglicherweise ein wenig Humor und ganz sicher mit den allerbesten Absichten. Denn mein Wunsch ist, dass …

flugangst

Flugangst? Flieg mit mir gen Himmel

Ready for take off!? Nein! Halt. Moment. Ich bin doch noch nicht bereit… Über den Wolken, muss die Freiheit wohl grenzenlos sein, alle Ängste, alle Sorgen, sagt man, blieben darunter verborgen …lalala… wovon singt Reinhard da bloß?? Ängste und Sorgen verborgen? Hallo? Sie sind da, hier und sie sind laut! Flugangst ist ein Riesenthema Du hast die Möglichkeit 413.000 Ergebnisse bei Google dazu durchzustöbern. Doch geht davon die Angst weg? Eher nicht. Das wird sie wahrscheinlich auch nicht nur nach dem Lesen meines Artikels. Wenn ich dir aber Mut und das Gefühl geben kann, dass du nicht allein bist und du einige meiner Methoden für dich nutzen kannst, bin ich super happy! Und du hoffentlich auch. Was ich hier heute für dich schreibe, sind meine ganz persönlichen Hirngespinste und Verhaltensweisen. Mach dich also auf intime Einblicke in meinen Kopf gefasst. PS: es darf gelacht werden. Ich bitte sogar darum!   Hintergrund Die Flugangst oder auch Aviophobie, ist eine krankhafte (unverhältnismäßige) Angst vor dem Fliegen. Sie gehört zu den spezifischen Phobien, da sich die Angst ganz klar auf eine bestimmte …

empower, negationen, positiv denken

Negationen vermeiden! Warum unser Gehirn positive Formulierungen braucht

Ich habe keine Angst… Hey, ich hab doch gesagt KEINE Angst! Wörter wie KEIN(E) oder NICHT gehören zu unserem alltäglichen Sprachgebrauch. Und natürlich haben sie auch ihre Berechtigung. Allerdings kommt es stark darauf an, wie wir sie einsetzen und welche Wirkung wir erzielen möchten.  Unser Gehirn braucht positive Formulierungen, denn Negationen versteht es nicht! Ich möchte dir an dieser Stelle keine trockenen Studien aus den Neurowissenschaften auftischen.  Denn welchen Effekt die jeweilige Art der Formulierung auf unsere Befinden hat, zeigt sich am besten, wenn du es selbst einmal ausprobierst und spürst, was es mit dir macht. Um nicht wieder das typische Beispiel mit dem rosa Elefanten zu bemühen, den du jetzt nicht vor dir sehen willst…ohhhh…jetzt ist es doch passiert, stimmts? Hier also andere, starke Beispiele: Negativ: Ich werde nicht scheitern! Positiv:  Ich werde bestehen! Negativ: Ich habe keine Angst! Positiv:  Ich bin mutig! Negativ: Ich werde heute Nacht nicht wieder 3 mal aufwachen! Positiv:  Ich werde heute Nacht erholsam durchschlafen! Negativ: Ich lass mir die Laune davon jetzt nicht verderben! Positiv:  Ich freue mich auf …