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Kommunikationsmuster: Dein Partner MUSS gar nichts…

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Meine Einstellung, dass wir alle dieses Ich muss… – Gefühl aus unserem Leben eliminieren sollten, kennst du, wenn du mich und meinen Ansatz für ein FEINES Leben schon länger verfolgst. Wir sind frei Entscheidungen zu treffen und das sollten wir uns immer wieder bewusst machen. Auch, und gerade dann, wenn sich die Anforderungen des täglichen Lebens rein gar nicht nach Freiheit anfühlen.

Die Verwendung des Wörtchens MUSS ist in unserem Sprachgebrauch völlig normal. Die wenigsten machen sich darüber Gedanken. Und ich benutze es natürlich auch. Alternativen wie ich darf, ich möchte, ich entscheide mich sind wunderbar, um sich genau dessen bewusst zu werden, um sich selbst und den Dingen den Druck zu nehmen. Noch mehr hilft es aber, wenn auch das Gefühl dazu eben genau diese Worte begleitet. Jedes MUSS durch ein DARF zu ersetzen, kann aber auch erst einmal etwas holprig sein. Deshalb ist das für mich absolut kein Dogma – das damit verbundene Freiheitsgefühl allerdings schon.

 


Bevor es richtig losgeht: lies doch bitte meine kleine Gebrauchsanweisung für Artikel der Rubrik LIEBEN. Alles, was ich schreibe, gilt für IHN und SIE gleichermaßen in jeglichen Konstellationen! ♥


 

Das Beziehungs-MUSS

Achtung: Dein Partner muss gar nichts! Und du auch nicht…

Ihr habt euch entschieden, gemeinsam als Paar zu leben. Toll! In dieser Partnerschaft seid ihr aber auch immer noch zwei individuelle, freie Menschen. Die sich natürlich, das hoffe ich zumindest sehr, mit Liebe und Respekt begegnen. Trotz Beziehung freie Menschen. Das hören viele nicht so gern, weil damit so viel Unsicherheit verbunden wird. Ja, wie jetzt frei? Wir sind doch ein Paar, also jawohl eben nicht frei. Doch frei! Frei, Entscheidungen zu treffen. Frei, nichts zu MÜSSEN. Frei, sich immer wieder für euch und die Beziehung zu entscheiden. Dein Partner muss nichts, du musst nichts. Ihr wollt, ihr dürft, ihr könnt, ihr entscheidet euch. 

 

Kommunikationsmuster:
Worte schaffen Emotionen

„Du musst heute pünktlich um 18 zu Hause sein, weil…“
„Du musst noch Klopapier kaufen“
„Du musst mir noch helfen…“
„Wir müssen uns mal unterhalten“

Vollkommen normale Konversation? Ja, leider.

Nochmal: dogmatisch jedes MUSS durch ein DARF zu ersetzen, ohne, dass man es auch so fühlt, macht keinen Sinn. Sich mal anzuhören, was denn da so tagtäglich aus einem rauspoltert allerdings schon.


Was macht ein (ständiges) DU MUSST mit uns?

Es (über)fordert
Es engt ein
Es nervt

Es setzt herab und den anderen rauf
Es baut Druck auf

Und was könnte die Folge daraus sein?
(Je nach Persönlichkeitsstruktur)

Rebellion
Ablehnung
Flucht/Rückzug
Unterwerfung/Über eigene Grenzen gehen
Frustration

Ziemlich weitreichend, für ein kleines Wörtchen mit vier Buchstaben. Kommunikation schafft eben Emotionen. Das ist die großartige Nachricht – denn das heisst, dass wir mit der Art, wie wir miteinander sprechen, auch positive Emotionen hervorrufen können. Es braucht nur ein bisschen Achtsamkeit und eine Entscheidung!

 

Wie könnte es klingen

Stell dir diese Kommunikation einmal vor (und ich bin fast sicher, dass du dazu gar keine blühende Fantasie brauchst. Realität übernimmt.)

„Du musst noch einkaufen.“
vs.
„Könntest du bitte…/Es wär toll, wenn du das erledigen würdest…(zehn extra Sternchen für: dann würde ich schonmal für uns…“)


„Du musst heute pünktlich nach Hause kommen“

vs.
„Ich würd mich total freuen, wenn wir es schaffen könnten, heute…“


Vielleicht klingt die jeweils erste Variante für dich normal und natürlich, die zweite holprig und gekünstelt. Mag sein. Aber, nunja, wie gut und harmonisch läuft denn eure Beziehung so?


Es ist nicht egal, wie wir miteinander reden!


Wenn in einer Restaurantküche keine Zeit oder Motivation für ein Bitte, Danke, Könntest du, Hey – saucool, dass du… ist, meinetwegen. Not my business. Aber bitte, hier gehts doch um Liebe!

 

Du DARFST etwas verändern

Wieso muss ICH eigentlich immer den ersten Schritt machen?
Jetzt ist er mal dran!

Ja, versteh ich. Und ich verstehe auch, dass sich Verhaltens- und Kommunikationsmuster in eine Beziehung einschleichen. Ich verstehe auch, dass du genervt bist oder frustriert und dann eben ein Du musst… kaum zu umgehen ist. Und damit so viel mehr an Emotionen rüber geschoben werden soll, als nur der sachliche Inhalt. Versteh ich alles. Aber ist das schön?

Du kannst neue, positive Impulse setzen. Diese liebevollere Energie kommt zu dir zurück. Versprochen. Schon allein in dem Moment, wenn du es aussprichst. Nur schon allein für dich. In dir.

 

Kleine Schritte…

Es gelingt vielleicht nicht immer und nicht sofort und vielleicht nicht immer sofort mit dem gewünschten Effekt. Und wie gesagt, es schleichen sich eben in der täglichen Kommunikation (auch oder besonders, wenn sie eben nur auf das wesentlich Unwesentliche beschränkt ist) Strukturen ein. Das ist normal. Aber so kann sich eben auch ganz gemütlich die Liebe, die Harmonie, die Verbundenheit, die Leichtigkeit rausschleichen. Und das MUSS nicht so sein!


Auf die Liebe

Deine Marlene


Beziehungen, Partnerschaften, Kommunikation – meine absoluten Herzensthemen in meinen Coachings. Wenn du dir Unterstützung wünschst, bin ich da! 
www.marleneraker.de oder direkt aus der Seele an hallo@marleneraker.de

 

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