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Frühjahrsputz – wie du negative Gedanken ausmistest

frühling, Frühjahrsputz

Na, bist du schon mit dem Feudel durch die Wohnung getanzt?             Küchenschränke sortiert, Klamotten ausgemistet, den Altpapiercontainer mit das-braucht-doch-wirklich-kein-Schwein Papierkram gesprengt?
Selbst wenn man dann am Abend völlig k.o. auf das Sofa fällt, es ist doch ein geiles Gefühl, oder? K.o. aber auch irgendwie ganz frei und leicht, als hätte man auch innerlich aufgeräumt. Aber eben nur irgendwie…


Clear space, clear mind

Es hilft also, deine Umgebung sauber und ordentlich zu halten.
Vor allem, weil nichts ablenkt nach dem Motto: ach, irgendwie liegt mir was auf Seele. Das sollte ich mir mal anschauen, aber oh! Oh jeee, jetzt seh ichs…die Vorhänge müssten mal dringend wieder gewaschen werden…

Frühjahrsputz für Geist und Seele

Wenn du also deine Wohnung nun von der Schwere des Winters befreit hast (auch wenn nicht), möchte ich dich dazu motivieren, dich mit der gleichen Energie um dich, deine Gedanken, deine Seele zu kümmern.

Haste Bock? Juchu, das ist der Plan:

Welche Gedanken können endlich weg?

Bestimmt hast du auch so eine berühmte Schallplatte. Egal ob sie jemand (du eingeschlossen) hören will oder nicht, sie dudelt vor sich hin… ständig.

Dann wird es Zeit, die Platte aus dem Fenster zu werfen und den Plattenspieler lieber gleich mit… sicher ist sicher.

Zum Aufräumen und aussortieren gibt es einen tollen Trick:

Man nehme 3 Kartons und belade sie wie folgt
Karton 1: kann weg
Karton 2: bin mir noch nicht sicher
Karton 3: darf bleiben

Dabei wird Karton 1 noch unterteilt in: Müll und Verschenken/Verkaufen

Aber du wirst sicher einsehen, dass selbstsabotierende Gedanken selbst mit pinker Schleife kein gutes Geschenk sind…

Statt Kartons nehmen wir uns Zettel und Stift
Das ist wichtig. Die Gedanken müssen erstmal raus, um sie sichtbar zu machen. Kartons im Kopf packen geht einfach nicht. Denn denk dran, da ist dein ganzen Leben drin…

Schreibe zuerst die Dinge auf, die dir sofort in den Kopf kommen Vielleicht auch Sätze oder Wörter, die du immer wieder sagst. (Wenn dir nichts einfällt, frag doch mal deinen Partner, der wirds sicher wissen…)
Jetzt kommt DIEEEE alte Leier schon wieder…

Was könnten solche Dinge sein, worüber grübelt man ständig nach ohne eine Lösung zu finden?
• schlecht über andere Menschen denken oder reden
• geringe Wertschätzung für mich und andere
• Selbstsabotage „Das lern ich nie“, „Dazu bin ich einfach zu doof“
• unbegründete Sorgen 
• Gedanken an einen Streit (die immer wieder auftauchen)
• ständiges Nörgeln, Beschweren,…
• negative Glaubenssätze  „Ich darf meine Gefühle nicht zeigen“

————
Wenn du dazu bereit bist, kannst du auch Gefühle in deine Kartons packen.

Das ist allerdings nicht so leicht und könnte erstmal Staub aufwirbeln, bevor er dann weggewischt werden kann.
Wenn du aber genau das jetzt fühlst, go for it.

Wenn nicht, stress dich nicht, in meiner Loslassen Reihe werde ich darauf nochmal eingehen. >>> Hier gehts zu: Loslassen #1
————

Mir fällt so spontan nichts ein
Das kann sein. Das ist normal. Nimm dir Zeit. Wenn Zeit und Ruhe nicht helfen, dann lass die Zettel liegen und beobachte mal eine Woche ganz bewusst, was du so denkst und sagst, was dir durchaus bekannt vorkommt. Und das nicht gerade Dinge sind, die dich und andere aufbauen, stärken und frohlocken lassen.

Was passiert mit Karton: Bin mir noch nicht sicher?
Dieser Karton kommt nach dem Ausmisten in den Keller. Wenn man dann ein Jahr nicht reingeschaut hat oder dran gedacht hat, sind diese Dinge nicht wichtig. Aus den Augen, aus dem Sinn.

Was machen wir aber nun mit unserem
bin mir noch nicht sicher – Zettel?

Hier stehen nun wahrscheinlich Gedanken drauf, die bei dir in der Warteschleife laufen, weil du dich noch drum kümmern musst möchtest!

Schreibe dir einen Termin in deinen Planer, wann du innerhalb der nächsten 2 Wochen eine Verabredung mit deinen Gedanken haben wirst.

Überlege dir dann zu jedem Gedanken:
• Warum kann ich ihn nicht loslassen?
• Was gibt er mir? Ist das positiv? (nö, sonst stände er nicht auf diesem Zettel)
• Kann ich etwas aktiv tun?
• Fordert dieser Gedanke eine Handlung von mir?
• Wie oft denke ich diesen Gedanken?
• Kann ich ihn durch einen anderen (positiven) Gedanken ersetzen?

Diese Übungen werden dir helfen, deine Gedanken klarer einordnen zu können und sie eventuell sogar auf die Kann weg Liste schreiben.
Wie du sicher denken kannst, ist diese Übung keineswegs an den Frühling gebunden! Wann immer du das Bedürfnis hast, in Kopf und Seele klar schiff zu machen, gehe die einzelnen Punkte dieser Übung nochmal durch. Immer mit ein bißchen Zeit und Abstand dazwischen. Denn manche Dinge machen sich auch einfach still und heimlich aus dem Staub, sehr freundlich… 


Gedankenputz – DONE! 

Wann könnte also der Zeitpunkt besser sein, um dir zu überlegen, welche neuen Gedanken und Glaubenssätze in deinem Kopf Platz haben dürfen.
Fülle den neu gewonnenen Platz mit schönen Gedanken, die dich motivieren, die dir Kraft schenken, die dich und andere wertschätzen.

 

Je mehr positive Gäste du einlädst, desto fetziger wird die Party.
Für die Miesepeter ist dann leider kein Platz mehr.

Viel Spaß und Erfolg beim Ausmisten!
Befreie dich!

 

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